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Chronik der Gemeinde Schwenningen

(Stand 15.07.2006)

Vorgeschichte

Am 01.07.1905 trat Friedrich Hahn, der Anfang des Jahres mit dem neuapostolischen Glauben bekannt geworden war, eine Stellung in Villingen an. Am 24.07.1905 wurde er in Hornberg versiegelt und noch im gleichen Jahr in das Diakonenamt berufen. 1908 heiratet er und die Familie bezog eine Wohnung in der Luisenstraße in Villingen. Anfang des Jahres 1909 heiratete auch Bruder Wehrle von Donaueschingen und verzog nach Villingen. So erhielt der inzwischen mit dem Priesteramt betraute Friedrich Hahn einen treuen Mitstreiter. Am 19.03.1909 hielt Apostel Bock in der Wohnung der Familie Hahn den ersten Gottesdienst in Villingen. In diesem Dienst wurde das inzwischen der Familie Hahn geborene Kind (Friedrich Hahn junior) versiegelt. Bei diesem Zusammensein äußerte Apostel Bock den Wunsch, dass bei seinem nächsten Kommen die Gemeinde auf zehn Gläubige angewachsen sein möge. Er gab dabei den Auftrag, das Zeugnis vom neuapostolischen Glauben nach Schwenningen zu tragen.

Am 07.11.1909 konnten zehn Menschen, darunter acht aus Schwenningen, versiegelt werden.

Die Anfänge der Gemeinde

Bei Familie Hägin, die in der Neckarstraße eine Kostgeberei betrieb, konnten in Schwenningen die ersten Gottesdienste gehalten werden. Am 05.06.1910 wurden durch Apostel Bock 16 gläubig gewordene versiegelt. Schon im nächsten Gottesdienst erhielt Bruder Kohler das Unterdiakonenamt. Das war die erste ortsansässige Amtsgabe. 1912 zog der inzwischen mit dem Priesteramt betraute Josef Wehrle nach Schwenningen.

Die Amtsträger vor der Versammlungsstätte in der Muslen

Die Stube bei Familie Hägin war nun zu klein geworden. In der Muslen konnte ein Raum gemietet und zu einer Versammlungsstätte bereitet werden. 1914 erhielt Hirte Bernhard Öhler aus Furtwangen vom Apostel den Auftrag, nach Schwenningen umzuziehen und hier der Gemeinde als Vorsteher zu dienen. Nach dem ersten Weltkrieg, im Jahre 1919, empfing dieser Gottesmann das Bezirksevangelistenamt.

 

 

Der Chor in den 20er Jahren

In den Jahren 1920 - 1928 konnten weitere 98 Gläubige der Gemeine zugeführt werden. Bedingt durch diesen Zuwachs musste erneut nach einem größeren Raum gesucht werden.

 

Im Jahre 1926 konnte in der Scharnhorststraße ein Fabriksaal gemietet werden, der bis zum Jahr 1932 als Gottesdienststätte diente.

1931 kaufte Apostel Hartmann in der Bürkstraße das ehemalige ,,Apollo-Kino“. In viel Eigenarbeit wurde dieses Haus zu einer würdigen Begegnungsstätte für die Gemeinde umgebaut. 1932 wurde die Kirche durch Apostel Hartmann geweiht. In diesem Gottesdienst erhielt Bezirksevangelist Öhler das Bezirksältestenamt, Priester Finkbeiner empfing das Hirtenamt und wurde zum Vorsteher der Gemeinde gesetzt.

links: Die Kirche in der Bürkstraße 48
rechts: Chorausflug 1937

Die Kirche

Die Kirche in der Bürkstraße war zu klein geworden, deshalb entschloss sich Bezirksapostel Hahn in Schwenningen eine Bezirkskirche zu bauen. Nach langem Suchen kaufte er einen Bauplatz in der Schopfelenstraße. Trotz vieler Erschwernisse, die Nachbarn konnten sich nur langsam mit dem Gedanken anfreunden, eine große Kirche in ihrem Wohngebiet zu haben, wurde die Kirche am 08.11.1964 durch Bezirksapostel Hahn zu einer Stätte des Friedens geweiht. 1984 erfolgte eine grundlegende Renovierung. Es wurden bleiverglaste Fenster eingebaut, die Beleuchtung wurde erneuert und das Kirchenschiff mit einer Holzdecke versehen.

 

Im März 1990 wurde anlässlich des ,,80 jährigen Bestehens der Gemeinde" ein Tag der offenen Tür, verbunden mit einem Konzert des Chores , durchgeführt.

 

Bei der grundlegenden Renovierung der Kirche im Jahr 2001 wurde eine neue Orgel durch die Firma Offner aus Augsburg gebaut.

Kurzbeschreibung der Orgel

 

Begegnungen mit den Stammaposteln Schmidt, Streckeisen und Fehr nebst vielen großen Gottesdiensten durch die verschiedenen Gottesknechte machten dieses Gotteshaus wirklich zu einer ,,Bezirkskirche".

Die Gemeindevorsteher

1910 – 1914 Friedrich Hahn

1914 – 1932 Bernhard Öhler

1932 – 1951 Fritz Finkbeiner

1951 – 1955 Alfred Schneider

1955 – 1964 Helmut Mattes

1964 – 1974 Karl Teufel

1974 – 1982 Gerhard Kimmich

seit 1982 Karl Rösch

 

An der Seite des Gemeindevorstehers dienen heute 1 Evangelist, 8 Priester und 8 Diakone.

Die Gemeinde zählt derzeit 351 Mitglieder.

 

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